Lösen Sie wenige Seifenflocken oder einen Spritzer reine Olivenölseife in warmem Wasser und arbeiten Sie nebelfeucht, niemals tropfnass. Wischen Sie anschließend trocken nach. Mikrofasertücher sammeln Staub sanft, doch auf sehr empfindlichen Polituren kann weiche Baumwolle noch sicherer sein. Eine Anekdote aus der Werkstatt: Ein antiker Tisch glänzte nach drei Wochen nur mit dieser Routine wie neu, ohne eine einzige Schicht Lack zu berühren oder zu belasten.
Frische Wasserränder oft mit Föhn auf niedriger Stufe und Abstand vorsichtig trocknen, dann einen Hauch Öl-Wachs-Pflege einmassieren. Bei älteren Flecken hilft manchmal ein Zwischenschliff mit sehr feiner Wolle, jedoch nur auf öligen, wachsigen Oberflächen. Niemals unbedacht auf Lack reiben. Geduld schlägt Kraft: In einer Leserzuschrift verschwand ein Ring vollständig, nachdem die Besitzerin drei Tage kurz, sanft und konsequent nacharbeitete.
Reines Leinöl, Tungöl oder lebensmittelechtes Mineralöl nähren offenporiges Holz, Bienen- und Carnaubawachs versiegeln dünn. Tragen Sie sparsam auf, lassen Sie ausreichend Zeit zum Einziehen und polieren Sie matt aus. Zu dicke Schichten wirken klebrig. Bohrlöcher, Kanten und Griffzonen freuen sich über besondere Zuwendung. Belüften Sie gut und lagern Sie ölgetränkte Lappen sicher, um Selbstentzündung auszuschließen. Einmal pro Saison genügt meist und bewahrt eine stille, tiefe Leuchtkraft.
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